AAA Brandschutz

Polymerer Flammschutz

EPS besteht aus einer einfachen, fest definierten Polymerstruktur und ist durch den Flammschutz schwer entflammbar d.h. sie können mit einem Feuerzeug das EPS nicht anzünden. Wird EPS jedoch massiven Flammen und Hitze von mehr als 200 °C ausgesetzt, so schmilzt das EPS zunächst und brennt dann auch oberhalb des Flammpunktes von 200 °C. Durch die einfache molekulare Zellstruktur sind dabei allerdings die Rauchgase weit weniger toxisch, als beim Verbrennen von normalem Holz.

Beim Verbrennen von EPS entstehen keine Dioxine, die starke, schwarze Rußentwicklung rührt von den Kohlenstoffatomen her, die sich dann als Ruß verflüchtigen.

Euroklasse E – schwer entflammbar

Übertragen auf die bautechnischen Anforderungen des MAGU Wandsystems ist unser Neopor gemäß DIN EN 13501-1 klassifiziert als ‚E‘ – d.h. unser Neopor ist getestet und als schwer entflammbar eingestuft.

In der Praxis ist das Neopor immer entweder verputzt oder mit Gipskarton verkleidet. Diese Verkleidungen erfüllen meist die Anforderungen an REI 30, d.h. sie halten mehr als 30 Minuten einer direkten Beflammung stand, bevor sie zerstört werden.

Bei einem Haus- oder Zimmerbrand ist also die Wärmedämmung zunächst hinter dem Putz geschützt. Bei direkter Beflammung der Deckschichten über mehr als 30 Minuten und mit einer Hitze von mehr als 200°C wird die Flamme dann auch an das Neopor gelangen und dieses schließlich entzünden. Das komplette Inventar wäre zu diesem Zeitpunkt bereits komplett verbrannt und alle Bewohner hoffentlich an der rettenden frischen Luft!

Brandriegel – als zusätzliche Sicherheit

Durch die erschreckenden Bilder von brennenden Fassaden an Hochhäusern hat das Deutsche Institut für Bautechnik  eingeführt, die den Brandüberschlag über die Wärmedämmung verhindern. Eine Analyse der schrecklichen Ereignisse hatte zwar ergeben, dass ein Fassade noch im Bau – d.h. die Wirkung des Oberputzes noch nicht gegeben war und es sich bei den beiden anderen Fällen aus Frankreich und England nicht um qualitätsüberwachten und zertifizierten Dämmstoff gemäß unserer DIN EN 13501 handelte, da die Gebäude bereits in den 1960er und 1970er Jahren gedämmt wurden.

Dennoch werden seit einigen Jahren bei Gebäuden der Klasse 4 und 5, d.h. mit einer Fassadenhöhe von mehr als 7 Metern, jedes zweite Geschoss ein Brandriegel aus einem nicht brennbaren Material verbaut, der hier zusätzliche Sicherheit schafft.

Die Betrachtung bisher betrifft den Dämmstoff, nicht jedoch die eigentliche Tragkonstruktion. So besteht diese aus dem massiven Kernbeton, der bei der Stärke von 140 mm gemäß EN 13501 mit REI 90 bewertet wird, d.h. dass der Kernbeton einer direkten Befeuerung mindestens 90 Minuten Stand hält und somit den Anforderungen einer Brandwand entspricht.

Durch die massive Wandkonstruktion ist im Zweifel die statische Stabilität des MAGU Hauses nicht in Gefahr – und die Standfestigkeit auch unter den schlechtesten Umständen immer noch gegeben.

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